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Compliance Checklist

GPSR (Allgemeine Produktsicherheitsverordnung)
Koerperpflege
Spanien 🇪🇸

Vollstaendige Checkliste fuer die Allgemeine Produktsicherheitsverordnung (GPSR, EU 2023/988) fuer Koerperpflegeprodukte auf Amazon.es. Umfasst Risikoanalyse, technische Dokumentation, EU-verantwortliche Person und Rueckverfolgbarkeit.

Ueberblick

Die Allgemeine Produktsicherheitsverordnung (GPSR, Verordnung EU 2023/988) ist seit dem 13. Dezember 2024 in allen EU-Mitgliedstaaten unmittelbar anwendbar und ersetzt die alte Produktsicherheitsrichtlinie 2001/95/EG. In Spanien wird die GPSR durch die allgemeinen Verbraucherschutzbehoerden der Autonomen Gemeinschaften sowie auf nationaler Ebene durch die Agencia Espanola de Seguridad Alimentaria y Nutricion (AESAN) fuer Kosmetik und Koerperpflege durchgesetzt. Fuer Amazon-Haendler bedeutet dies erweiterte Pflichten: Kontaktdaten auf dem Produkt oder der Verpackung, Risikoanalyse, technische Dokumentation und Benennung einer verantwortlichen Person in der EU.

Gilt das fuer mein Produkt?

Diese Checkliste gilt fuer alle Wirtschaftsakteure, die Koerperpflegeprodukte auf dem spanischen Markt bereitstellen — Hersteller, Importeure und Haendler, die ueber Amazon.es (FBA oder FBM) verkaufen. Die GPSR gilt als Sicherheitsnetz fuer alle Verbraucherprodukte. Koerperpflegeprodukte wie Shampoo, Duschgel, Zahnpasta, Cremes und Deodorants unterliegen primaer der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009, aber die GPSR ergaenzt diese mit allgemeinen Sicherheitsanforderungen, insbesondere hinsichtlich Rueckverfolgbarkeit, Kontaktinformationen und Marktplatzpflichten.

Schritt-fuer-Schritt Anleitung

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1

Rolle als Wirtschaftsakteur bestimmen

Klaren Sie zunaechst Ihre Rolle gemaess GPSR: Hersteller, Importeur oder Haendler. Die Pflichten unterscheiden sich je nach Rolle erheblich. Fuer Koerperpflegeprodukte ist zudem die Rolle unter der EU-Kosmetikverordnung (verantwortliche Person) zu bestimmen.

Geschaetzte Dauer: 1-2 Tage / 1-2 days

2

Risikoanalyse und Sicherheitsbewertung

Fuehren Sie eine Risikoanalyse fuer Ihre Koerperpflegeprodukte durch. Die GPSR verlangt, dass Produkte sicher sind, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Fuer kosmetische Produkte ergaenzt die Sicherheitsbewertung nach Kosmetikverordnung diese Anforderung.

Geschaetzte Dauer: 2-4 Wochen / 2-4 weeks

3

Technische Dokumentation und Produktinformationsdatei

Erstellen und pflegen Sie die technische Dokumentation gemaess GPSR sowie die Produktinformationsdatei (PIF) gemaess Art. 11 der Kosmetikverordnung. Diese Unterlagen muessen den Behoerden auf Anfrage vorgelegt werden koennen.

Geschaetzte Dauer: 2-4 Wochen / 2-4 weeks

4

Kennzeichnung und Rueckverfolgbarkeit

Die GPSR verschaerft die Anforderungen an Produktkennzeichnung und Rueckverfolgbarkeit. Auf dem Produkt oder seiner Verpackung muessen Kontaktdaten des Herstellers/Importeurs und der verantwortlichen Person in der EU angegeben sein. Alle Informationen muessen in spanischer Sprache vorliegen.

Geschaetzte Dauer: 2-4 Wochen / 2-4 weeks

5

Amazon.es-spezifische GPSR-Compliance

Amazon.es setzt als Online-Marktplatz die GPSR-Anforderungen aktiv um. Seit Dezember 2024 verlangt Amazon erweiterte Produktinformationen in den Listings, einschliesslich Kontaktdaten des Herstellers/Importeurs und der EU-verantwortlichen Person.

Geschaetzte Dauer: 1-2 Tage / 1-2 days

Haeufige Fehler vermeiden

Fehlende spanischsprachige Kennzeichnung auf dem Produkt

Konsequenz: Verstoesse gegen das spanische Verbraucherschutzrecht (Ley General para la Defensa de los Consumidores y Usuarios). Die Verbraucherschutzbehoerden der Autonomen Gemeinschaften koennen Produktrueckrufe anordnen und Bussgelder verhaengen. Amazon.es kann Listings deaktivieren.

Vermeidung: Alle verbraucherrelevanten Informationen — Gebrauchsanweisungen, Warnhinweise, Inhaltsstoffe — auf Spanisch auf dem Produkt oder der Verpackung anbringen.

Keine verantwortliche Person in der EU benannt

Konsequenz: Verstoesse gegen Art. 16 GPSR und Art. 4 Kosmetikverordnung. Das Produkt darf nicht auf dem EU-Markt bereitgestellt werden. Amazon kann das Listing sperren.

Vermeidung: Vor dem ersten Verkauf eine verantwortliche Person mit Sitz in der EU benennen und deren Kontaktdaten auf dem Produkt und im Amazon-Listing angeben.

Fehlende CPNP-Notifizierung fuer kosmetische Koerperpflegeprodukte

Konsequenz: Verstoesse gegen Art. 13 der Kosmetikverordnung. Die AESAN und Giftinformationszentren (Centro Nacional de Toxicologia) haben keinen Zugang zu den Produktdaten bei Vergiftungsfaellen. Bussgelder und Marktruecknahme moeglich.

Vermeidung: CPNP-Notifizierung immer vor dem ersten Inverkehrbringen abschliessen. Pro Produkt und Markt eine separate Notifizierung vornehmen.

Unvollstaendige Herstellerangaben im Amazon-Listing

Konsequenz: Amazon.es deaktiviert seit der GPSR-Einfuehrung im Dezember 2024 zunehmend Listings ohne vollstaendige Hersteller- und Importeurangaben. Verbraucher koennen das Produkt nicht kontaktieren.

Vermeidung: In allen Amazon-Listings die vollstaendigen Kontaktdaten eintragen: Firmenname, Postanschrift, E-Mail. Regelmaessig pruefen, ob Amazon neue Pflichtfelder eingefuehrt hat.

Keine Chargen- oder Losnummer auf dem Produkt

Konsequenz: Im Fall eines Sicherheitsproblems ist keine gezielte Rueckverfolgung moeglich. Die Behoerden koennen den gesamten Produktbestand statt einzelner Chargen zurueckrufen lassen.

Vermeidung: Jedes Produkt mit einer eindeutigen Chargen- oder Losnummer versehen. Diese Nummer in der internen Dokumentation mit Herstellungsdaten, Lieferanten und Pruefberichten verknuepfen.

Haeufig gestellte Fragen

Q1Brauche ich fuer Koerperpflegeprodukte sowohl GPSR- als auch Kosmetikverordnung-Compliance?

Ja. Koerperpflegeprodukte wie Shampoo, Duschgel, Zahnpasta und Cremes fallen primaer unter die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 mit ihren spezifischen Anforderungen (Sicherheitsbewertung, CPNP-Notifizierung, verantwortliche Person). Die GPSR ergaenzt diese mit allgemeinen Sicherheitsanforderungen wie Rueckverfolgbarkeit, erweiterten Kontaktpflichten und Marktplatz-Verpflichtungen. Beide Regelwerke muessen gleichzeitig eingehalten werden.

Q2Was verlangt Amazon.es seit der GPSR-Einfuehrung im Dezember 2024?

Seit Dezember 2024 verlangt Amazon.es fuer alle Produktlistings: vollstaendige Kontaktdaten des Herstellers (Firmenname, Postanschrift, E-Mail), Kontaktdaten des Importeurs (bei Nicht-EU-Herstellern) und Angabe der verantwortlichen Person in der EU. Amazon stellt spezifische Felder in der Produktkatalogverwaltung bereit und kann Listings deaktivieren, wenn diese Felder nicht ausgefuellt sind.

Q3Muessen alle Informationen auf dem Produkt auf Spanisch sein?

Ja. Das spanische Verbraucherschutzrecht (Ley General para la Defensa de los Consumidores y Usuarios) verlangt, dass alle verbraucherrelevanten Informationen in Spanisch (castellano) vorliegen — einschliesslich Gebrauchsanweisungen, Warnhinweise, Inhaltsstofflisten und Entsorgungshinweise. Zusaetzliche Sprachen sind zulaessig, ersetzen aber nicht die spanische Kennzeichnung.

Q4Wer ueberwacht die GPSR-Einhaltung in Spanien?

In Spanien ist die Marktueberwachung aufgeteilt: Auf nationaler Ebene ist die AESAN (Agencia Espanola de Seguridad Alimentaria y Nutricion) fuer kosmetische Produkte zustaendig. Die allgemeine Produktsicherheit wird durch die Verbraucherschutzbehoerden der 17 Autonomen Gemeinschaften ueberwacht. Diese Behoerden fuehren Marktkontrollen durch, koennen Produktrueckrufe anordnen und Bussgelder verhaengen.

Q5Kann SpaceGoats bei der GPSR-Compliance fuer Spanien unterstuetzen?

Ja. SpaceGoats bietet als Amazon-Broker umfassende Unterstuetzung bei der GPSR-Compliance, einschliesslich Bestimmung der Wirtschaftsakteur-Rolle, Koordination der Sicherheitsbewertung, Unterstuetzung bei der CPNP-Notifizierung, Ueberpruefung der Kennzeichnungspflichten und Sicherstellung der Amazon-Listing-Compliance. So koennen Sie sich auf Ihr Kerngeschaeft konzentrieren.

Q6Was passiert bei einem Produktrueckruf in Spanien?

Bei einem Sicherheitsproblem muessen Sie die zustaendigen Behoerden (AESAN oder die Verbraucherschutzbehoerde der jeweiligen Autonomen Gemeinschaft) unverzueglich informieren. Die GPSR verlangt zudem die Benachrichtigung ueber das Safety Gate/RAPEX-System. Amazon.es kann eigenstaendig Listings sperren und Lagerbestaende in FBA einfrieren. Die Kosten eines Rueckrufs (Logistik, Information der Kunden, Vernichtung) traegt der verantwortliche Wirtschaftsakteur.