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Amazon Full Service oder modular? Das Broker-Spektrum

Full-Service-Broker oder selbst mitarbeiten? Wie das modulare Broker-Modell funktioniert: Auto-Pilot, Full Service, Flex und Captain Seat im Vergleich.

Vom SPACEGOATS Team8 min Lesezeit

Amazon Full Service oder modular? Das Broker-Spektrum erklärt

Kurzantwort: Die meisten Amazon-Dienstleister zwingen zur Wahl: alles abgeben (Full Service) oder alles selbst machen (Agentur unterstützt nur). Das modulare Broker-Modell löst dieses Entweder-oder auf — die Marke wählt auf einem Spektrum, wie viel sie selbst einbringt, während der Broker in jedem Fall die Infrastruktur als Merchant of Record betreibt. Bei SPACEGOATS heißen die Stufen Auto-Pilot, Full Service, Flex und Captain Seat.

Das Problem mit dem Entweder-oder

Wer den Amazon-Vertrieb auslagern will, landet klassisch bei einer von zwei Konstruktionen: Ein Full-Service-Broker übernimmt alles — die Marke liefert Ware und liest Reporting. Oder eine Agentur arbeitet im Konto der Marke — dann bleiben aber auch Konto-Risiko, Steuern und Compliance bei der Marke.

Beide Konstruktionen passen für viele. Aber sie lassen eine wachsende Gruppe im Regen stehen: Marken mit eigenem Content-Team, das bessere Listings baut als jeder Dienstleister. Hersteller mit klarer Pricing-Strategie, die sie nicht abgeben wollen. Distributoren, die ihr Bestandsmanagement im Griff haben — aber weder ein eigenes Seller-Konto betreiben dürfen noch die Compliance-Last tragen wollen.

Die Antwort: ein Spektrum statt zwei Schubladen

Beim modularen Broker-Modell bleibt die Grundkonstruktion immer gleich: Der Broker kauft die Ware im B2B-Großhandel und verkauft als Merchant of Record über sein eigenes, etabliertes Seller-Konto. Konto, Steuern, Marketplace-Compliance, Abwicklung — das liegt in jeder Stufe beim Broker. Verhandelbar ist die operative Rollenverteilung darüber.

SPACEGOATS beschreibt das Spektrum in vier Zonen:

ZoneKurzformelRollenverteilung
Auto-Pilot„Wir fahren. Du lehnst dich zurück."SPACEGOATS macht praktisch alles, die Marke liefert Ware
Full Service„Du lieferst. Wir machen den Rest."Marke liefert Ware und Vorgaben, Operations komplett bei SPACEGOATS
Flex„Bring mit, was du willst, wir machen den Rest."Marke bringt ausgewählte Module ein, SPACEGOATS füllt alle Lücken
Captain Seat„Du führst. Wir betreiben die Infrastruktur."Marke führt Content, Pricing und Bestand — SPACEGOATS stellt Konto, Compliance und Eskalation

Was Marken typischerweise einbringen: Content-Erstellung (selbst oder über die bestehende Agentur — SPACEGOATS lädt hoch und eskaliert, wo nötig, über das SAS-Enterprise-Netzwerk), Pricing & Strategie (dynamisches Repricing, Marktanalyse) und Bestandsmanagement (Bestellungen auslösen, Reichweiten steuern). Die Brand Registry liegt dabei immer bei der Marke.

Klassischer Full-Service-Broker vs. SPACEGOATS-Modularmodell

DimensionKlassischer Full-Service-BrokerSPACEGOATS (modular)
RollenverteilungFix: alles beim BrokerSpektrum: Auto-Pilot bis Captain Seat
Content-ErstellungBroker erstelltWählbar — auch die eigene Agentur kann liefern
Pricing-StrategieBroker steuertWählbar — Marke kann führen
BestandsmanagementBroker plantWählbar — Marke kann steuern
Internes Know-howBleibt geringKann in eigenen Modulen wachsen
StufenwechselAnbieterwechsel nötigVertragsanpassung
Merchant of Record, Steuern, ComplianceBeim BrokerBeim Broker — in jeder Stufe
Konto-Risiko der MarkeKeinsKeins

Der entscheidende Punkt der letzten beiden Zeilen: Modular heißt nicht halbherzig. Auch im Captain Seat trägt die Marke weder Konto-Risiko noch Steuer- und Compliance-Last — sie führt strategisch, ohne die Infrastruktur-Bürde des eigenen Seller-Kontos.

Welche Stufe passt zu wem?

  • Auto-Pilot / Full Service: Kein internes Amazon-Team, keine Absicht eines aufzubauen. Distributoren ohne D2C-Ambition. Teams, die Amazon-Umsatz wollen, ohne Kapazität zu binden.
  • Flex: Es gibt einzelne Stärken im Haus — etwa ein Grafik-Team für A+ Content — aber kein vollständiges Marketplace-Team.
  • Captain Seat: Amazon-Kompetenz ist vorhanden oder soll wachsen; Content und Pricing sind strategischer Kern. Ausgelagert werden gezielt Risiko und Infrastruktur — Konto, Steuern, Compliance, Abwicklung.

Ein praktischer Nebeneffekt des Spektrums: Die Zusammenarbeit kann mit dem Unternehmen mitwachsen. Der Einstieg im Full Service und die schrittweise Übernahme von Modulen ist eine Vertragsanpassung — kein Systemwechsel und kein Anbieterwechsel.

Fazit

„Full Service" ist keine Eigenschaft des Broker-Modells, sondern eine von mehreren möglichen Rollenverteilungen darin. Wer alles abgeben will, bekommt Auto-Pilot. Wer mitmachen will — mit eigenem Content, eigener Pricing-Strategie oder eigenem Bestandsmanagement — bekommt mit Flex und Captain Seat ein Setup, das es bei klassischen Full-Service-Anbietern nicht gibt: führen, ohne die Infrastruktur zu schleppen.

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Verwandt: SPACEGOATS vs. Amazon-Agentur — der Vergleich mit der Konstruktion, bei der das Konto bei Ihnen bleibt.

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