SPACEGOATS vs. Aggregator: Marke verkaufen oder skalieren, ohne abzugeben?
Kurzantwort: Ein Aggregator kauft Ihre Marke — Markenrechte und Geschäft gehen über, Sie erhalten einen Kaufpreis (2026 typisch 2,5–4× EBITDA, oft mit 15–35 % Earn-Out) und steigen aus. SPACEGOATS kauft nur Ihre Ware — die Marke bleibt zu 100 % Ihre, SPACEGOATS betreibt den Amazon-Vertrieb als Merchant of Record und verdient an der Handelsmarge. Die eine Frage entscheidet: Wollen Sie aussteigen — oder wachsen, ohne abzugeben?
Die Konstruktion im Vergleich
| Dimension | Aggregator | SPACEGOATS |
|---|---|---|
| Was übergeht | Marke, Markenrechte, Geschäft | Nur Ware (B2B-Großhandel) |
| Eigentum an der Marke | Wechselt zum Käufer | Bleibt vollständig beim Inhaber |
| Erlösmodell des Inhabers | Einmaliger Kaufpreis + Earn-Out | Laufender B2B-Umsatz |
| Typische Bewertung (2026) | 2,5–4× EBITDA, Hoch 2021: 4–6× | Keine Bewertung nötig — kein Verkauf |
| Earn-Out-Risiko | Häufig 15–35 % über 2–3 Jahre performance-gebunden | Entfällt |
| Zielprofil | FBA-Brands ~1–10 Mio. € Umsatz, 15–25 % EBITDA-Marge | Mittelständler und Hersteller, die skalieren wollen |
| Operative Rolle des Inhabers | Endet (nach Übergangsphase) | Wählbar: Auto-Pilot bis Captain Seat |
| Reversibilität | Endgültig | Vertrag kündbar; ASINs, Brand Registry, Reviews bleiben |
| Späterer Exit | Bereits vollzogen | Option bleibt offen — mit gestärktem Amazon-Kanal |
Der ehrliche Teil: Wann der Aggregator gewinnt
Wenn Sie wirklich aussteigen wollen, ist der Aggregator-Verkauf die dafür gebaute Lösung: Kaufpreis jetzt, Verantwortung abgegeben, Kapitel geschlossen. Das Marktumfeld ist nüchterner als 2021 — Multiples sind von 4–6× auf typisch 2,5–4× gefallen, und Earn-Outs verlagern einen Teil des Kaufpreises auf die künftige Performance unter neuem Eigentümer. Aber für einen bewussten, vollständigen Exit führt kein Broker-Modell an diesem Weg vorbei — SPACEGOATS kauft ausdrücklich keine Marken.
Wann SPACEGOATS gewinnt
- Die Marke ist nicht zu verkaufen: Familienunternehmen, Herzensprojekt, oder schlicht: Sie glauben an mehr Wert in der Zukunft
- Der Amazon-Kanal ist das Problem, nicht das Geschäft: Sie brauchen Infrastruktur und Kompetenz, keinen Käufer
- Timing: Bei 2,5–4× EBITDA verkauft man ungern — skalieren und später (teurer) verkaufen bleibt als Option offen
- Kontrolle: Pricing-Vorgaben, Markenauftritt und strategische Führung bleiben beim Inhaber, operative Mitarbeit nach Wahl
- Reversibilität: Der Broker-Vertrag ist kündbar; ASINs, Bewertungen und Brand Registry bleiben durchgehend bei der Marke
Der unterschätzte dritte Weg: erst skalieren, dann entscheiden
Die Modelle schließen sich nicht dauerhaft aus — nur die Reihenfolge ist entscheidend. Wer heute über SPACEGOATS skaliert, baut einen professionell geführten, internationalen Amazon-Kanal mit sauberer ASIN-Historie auf — und behält die Verkaufsoption. In einer späteren Due Diligence ist genau dieser Kanal ein Werttreiber. Umgekehrt gibt es nach dem Aggregator-Verkauf kein Zurück: Die Entscheidung ist endgültig.
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